Ein sehr ernstzunehmendes Thema bei Katzen sind Phobie und Angst. Was viele Katzenbesitzer unterschätzen und als «Meine Katze hat ein Klacks» abtun, ist für Feliden mit täglichem Stress verbunden.

Häufig sind Anzeichen in Bezug auf Phobie und Angst auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Leider stelle ich häufig fest, dass Störungen im Bereich von Angst oder Phobie als «normales» Verhalten der Katze akzeptiert wird. Dies zumindest so lange, wie die der Mensch keine mühsamen Urinspuren oder andere Stressanzeichen säubern muss. Das ist auch der Grund, warum ich im beruflichen Alltag nur ab und zu Anfragen zu diesem Thema erhalte. In Tat und Wahrheit sind Angstzustände bei Katzen keine Seltenheit und aus diesem Grund möchte ich vermehrt auf das Thema sensibilisieren.

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Phobie oder Angst – was ist der Unterschied?

Unter Phobie versteht man den Angstzustand einer Katze vor einem oder mehreren Stimuli. Die Auslöser sind in der Regel nicht gefährlich und zeitlich begrenzt. Normalerweise zeigen Feliden in solchen Momenten defensive Reaktionen wie Flucht, Vermeidung oder Angriff.

Bei anhaltendem emotionalem Zustand, die durch nicht eindeutig definierbare Stimuli gekennzeichnet sind, spricht man von Angstzuständen. Chronische Angstzustände sind häufig durch weitere Faktoren wie erhöhte Wachsamkeit und Ersatzaktivitäten gekennzeichnet.

Ganz Grob kann man sagen, dass es sich bei klaren Auslösern um einen Phobiezustand und bei nicht identifizierbarem Auslöser um einen Angstzustand handelt.

Warum leiden Katzen unter Phobie oder Angst?

Wie offen, neugierig und zutraulich Fellnasen sind, wird durch Rasse, Aufzucht, Umgebung, Sozialisierung und die prägende Phase bestimmt. Dazu gehören natürlich auch individuelle Charakterzüge.

Für Individuen prägende Erlebnisse wie ein lautes Geräusch oder Tierarztbesuch verunsichern unsere Katzen und können dadurch Angstzustände auslösen. Leider ist nicht immer ganz klar, warum unsere Vierbeiner unsicher und zögerlich reagieren. Aus diesem Grund ist es für Katzenbesitzer wertvoll, die Aufzucht- und Lebensbedingung der eigenen Katze zu kennen.

Angst durch schlechte Erfahrungen

Eine zutrauliche und offene Katze kann ihr Verhalten rapide ändern, wenn sie durch schlechte Erfahrungen geprägt ist. Zu den schlechten Erfahrungen zählen sämtliche körperliche oder seelische Ereignisse, von denen sich die Katze nicht erholen kann. Nur mit viel Geduld und Arbeit besteht die Möglichkeit, eine traumatisierte und misshandelte Katze wiederzugewinnen. Den Gang zu einem Trauma- oder Katzenspezialisten ist in solchen Fällen sehr empfehlenswert.

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Die gekoppelte Situation – die clevere Katze

Katzen lernen schnell durch schlechte Erfahrungen. Wer als Katzenbesitzer beispielsweise fix und fertig beim Tierarzt ankommt, da zu Hause das Stresslevel auf Hochtouren läuft bis die Katze in der Transportbox ist, dem soll guten Rat zukünftig unter die Arme greifen. Katzen koppeln bestimmte Situationen mit Folgen. Dadurch entstehen Angstzustände lediglich in bestimmten Momenten. Durch gezieltes Training und positiven Verknüpfungen kann solchen Stressmomenten entgegengewirkt werden.

So ganz ohne Menschenkontakt

In der Prägungsphase der Kitten zwischen der 2. Und 7. Lebenswoche werden die Charaktere durch und Verhalten gegenüber Menschen von der Mutterkatze gelehrt. Die Faustregel lautet, dass Katzenmütter welche gegenüber Menschen eher schüchtern sind, auch Ihre Kinder entsprechen zurückhaltend auf Menschen reagieren. Dazu kommen noch andere Faktoren wie beispielsweise der Ort. Wachsen Katzenkinder wohlbehaglich im gemütlichen zu Hause von Menschen auf, fassen sie schneller Vertrauen als Katzenkinder, welche in einer Scheune auf die Welt kommen. Mittlerweile gibt es für solche Fälle auch verschiedene therapeutische Massnahmen. Wenn Sie sich für das kleine wilde Raubtier bewusst entscheiden, ist es daher nicht unmöglich mit dem Wildfang Vertrauen aufzubauen.

Plötzlich auftretende Angst

Zeigt Ihre Katze plötzliche unerklärbare Angstzustände, dann sollten sie die Symptome unbedingt ernst nehmen und handeln. Es könnte sich um ein Trauma oder chronischen Stress handeln. Möglicherweise sind physische Ursachen der Grund, warum Ihre Katze ein plötzlich verändertes Verhalten zeigt. Als erstes empfehle ich Ihnen daher den Besuch beim Tierarzt. So können chronischen Schmerzen auf den Grund gegangen werden oder sonstige gesundheitliche Beschwerden ausgeschlossen werden. Sobald der Tierarzt bestätigt, dass Ihr geliebter Schnurrer auf körperlicher Ebene kerngesund ist, geht das grosse Rätselraten in psychischen Themenfeldern los: Welche Änderungen gab es bei Ihnen zu Hause? Sind sie umgezogen oder gab es Veränderungen in Bezug auf die Anzahl lebenden Personen im gleichen Haushalt? Gab es Zuwachs von neuen tierischen Familienmitgliedern? Versteht sich die ängstliche Katze mit einem Artgenossen oder sonstigen Haustier nicht? Gibt es genug Katzenklos und Futterstellen? In solchen Fällen ist dringend eine Katzenverhaltenstherapeutin zuzuziehen. Mit geeigneten Massnahmen können die Ursachen eruiert und bestenfalls vollständig behoben werden.

Wertvolle Tipps und abschliessende Worte

Sorgen Sie als verantwortungsbewusste/n Katzenbesitzer/in für die artgerechte Haltung von Katzen. Dazu gehören geeignete Futterstellen sowie gut definierte Orte für das Katzenklo. Katzen haben es gerne ruhig, stellen Sie daher vielfältige Ruhe- und Schlafplätze Ihren Vierbeinern zur Verfügung. Um ihrem Instinkt nachzugehen, benötigen Katzen verschiedene Kratzmöglichkeiten. Beachten Sie aber auch die innerlichen Werte, die das Katzenleben vollständig machen: Kuscheleinheiten, Streicheln und Schmusen, Gemeinsame Spielstunden und Rituale.

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Nehmen Sie die Anzeichen von Phobie und Angst einer Katze ernst. Es reicht nicht, die Katze mit den Worten «die spinnt halt» abzustempeln. Finden Sie nicht auch, dass es in die Verantwortung der Besitzer gehört, dass Katzen nicht ein Leben lang unter Angstzuständen leiden? Das sie es verdient haben, ernst genommen zu werden und das Bestmögliche probiert zu haben, um die Situation zu verbessern? Wir Menschen würden uns die Hilfe verständlicherweise ebenfalls holen. Warum also sollten unsere geliebten Vierbeiner nicht gleichbehandelt werden dürfen? Es ist mir ein besonderes Anliegen über das Thema aufzuklären und Katzenbesitzer darauf zu sensibilisieren. Möchten Sie mehr darüber erfahren oder weitere Tipps erfragen? Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.


Juhuii – Die Festtage stehen vor der Tür

Feines Essen, Kerzenschein, der mit viel Liebe geschmückte Weihnachtsbaum und zum Jahresende die grosse Feier – all das mag uns Menschen Freude bereiten. Doch an Weihnachten und Silvester lauern für unsere Katzen überall Gefahren.

Damit unsere geliebten Schnurrer ebenfalls stressfrei und entspannt Weihnachten und Silvester feiern können, sollten Sie einige Gefahren vermeiden.

Süsse Schlemmereien und festliches Essen

Schon in unserer Kindheit haben wir gesagt bekommen, dass der Guetzliteig zu Bauchschmerzen führen kann. Obwohl Menschen oftmals vor lauter Vorfreude auf die feinen Guetzli doch vom rohen Teig naschen, so sollten wir unbedingt darauf achten, dass unsere Fellnasen dies nicht nachmachen. Zutaten wie Nüsse, Weinbeeren und Schokolade sind absolut giftig für Katzen und können zu ernsthaften Vergiftungen und schliesslich leider auch zum Tod führen. Sollte eine Katze doch davon erwischt haben, gehen Sie schnellstmöglich in die Tierklinik. Übrigens können Feliden Süsses nicht schmecken. Daher ist die menschliche Obhut umso wichtiger, da in diesem Fall auf den Instinkt der Katze keinen Verlass ist.

Ausserdem gibt es auch einige Gewürze wie beispielsweise Kakao, Muskatnuss und Zimt, die für Katzenbäuchlein schlimme Vergiftungserscheinungen hervorrufen. In grossen Mengen können auch diese zum Tod führen.

Am grossen Weihnachtsfest ist es dann endlich soweit – der Festtagsbraten steht auf dem Tisch und so mancher Zweibeiner schlägt ordentlich zu. Was bei Menschen nur an der Hüfte hängen bleibt, ist für die Vierbeiner eine ernstzunehmende Gefahr. Weihnachtsbraten haben für den Katzenmagen zu viel Fett und sind zu stark gewürzt. Lassen Sie Ihre Katze auch naschen, jedoch lieber von artgerechten Leckereien.

Die schönsten Weihnachtsgeschenke

Damit wir unseren Familien und Freunden eine Freude bereiten können, machen wir uns nicht nur viele Gedanken zum Geschenk, sondern investieren gerne Zeit in die schöne Verpackung. Doch auch dabei lauern Gefahren für unsere Büsi. So gerne wir die Geschenkverpackungen und die Schnur mit der Katze teilen, so sehr müssen wir aufpassen, dass keine Stücke von Schnurrli verschluckt werden. Ebenso gefährlich können Schere oder Klebeband werden. Die scharfen Kanten der Schere können zu schlimmen Verletzungen an den Pfoten führen.

Sobald die Geschenke vor der Abfahrt bereit sind, legen wir sie in die passende Papiertüte. Katzen lieben es, wenn sie sich verstecken können. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Katze nicht an den Henkeln hängen bleibt. Plastiktüten sollten für jede Katze tabu sein.

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Oh Tannenbaum – oh Tannenbaum

Die meisten Katzen finden natürliche Tannenbäume sehr spannend und möchten diese erkunden und bestenfalls hochklettern. Befestigen Sie Ihren Weihnachtsbaum sicher, so dass der Baum nicht direkt umfällt, falls Ihre Katze auf unsinnige Ideen kommt. Besitzen Sie einen Weihnachtsbaumständer, den Sie mit Wasser füllen? Decken Sie den Ständer ab, damit die Katze von diesem abgestandenen Wasser nicht trinken kann. Auch Tannennadeln sind für Katzen giftig und daher sollten Sie unbedingt beachten, dass Ihre Katze nicht aus Versehen davon frisst.

Sobald der schöne Baum im Wohnzimmer steht, geht es an die Dekoration. Über Kugeln, Girlanden und Lametta – das Angebot ist grenzenlos. Ganz bestimmt findet auch Ihre Katze den Weihnachtsschmuck spannend und möchte genauer wissen, was Sie da am Ast aufgehängt haben. Achten Sie darauf, dass sämtlicher Baumschmuck ausser Reichweite der Pfoten aufgehängt werden. Sprühschnee und Lametta sind giftig, verzichten Sie zum Wohl Ihrer Katze darauf.

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Die giftigen Weihnachtspflanzen

Neben den Gefahren beim Weihnachtsbaum, sollten Sie auch auf die giftigen Pflanzen verzichten. Mistelzweig und Weihnachtsstern rufen toxische Symptome hervor und sollten daher für Katzenkinder unerreichbar aufgestellt oder ganz vermieden werden.

Das schöne Kerzenlicht

Das gemütliche Licht und die kalte Jahreszeit verleiten so manche Menschen dazu, Kerzen aufzustellen und anzuzünden. Offene Flammen können rasch gefährlich werden. Die Katze verbrennt sich Fell, Pfoten oder Schnurrhaare. Ausserdem kann sie versehentlich die Kerze umschmeissen, was verheerende Folgen haben kann. Verzichten Sie daher auf Kerzen oder zünden Sie nur dort Kerzen an, wo Sie neugierige Kätzchen gut im Blickfeld haben.

Thema Duftkerzen

Durch die Duftstoffe können die Schleimhäute der Hauskatzen gereizt werden. Zudem reagieren Tiere oft allergisch auf die ätherischen Öle. Vermeiden Sie aus diesem Grund Duftkerzen oder stellen Sie sie ausser Katzen – Reichweite und unter Kontrolle auf.

Hurra – Hurra, das Jahresende ist da

Was für unsere Katzen an Silvester zwingend zu beachten ist

Nach der besinnlichen Weihnachtszeit wir gefestet! An Silvester knallen die Korken und Feuerwerke. Für die sehr guten Ohren der Katzen ist dieser Lärm der absolute Horror. Lassen Sie Kellertüren offen und bauen Sie Höhlen, in denen sich die verängstigten Tiere zurückziehen können. Achten Sie darauf, dass die Katzen zu Hause sind, damit sie nicht von Feuerwerkskörpern getroffen werden können. Auch Radio und laufende Fernseh’s haben sich bewehrt, damit das Geknalle wenigstens ein bisschen abgedämpft werden kann. Geben Sie Ihrer Katze Zeit, sobald es draussen ruhig geworden ist. Katzen werden ihr Versteck erst verlassen, wenn Sie sich vom Stress erholt haben.

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Thema Tischbombe

Achten Sie bei Tischbomben ebenfalls auf Ihre Katze. Wir Menschen können uns auf den Knall vorbereiten und wissen, wann der Deckel springt. Bereiten Sie Ihre Katze darauf vor oder noch besser, verlagern Sie Ihre Katze in einen anderen Raum, damit sie sich nicht erschrickt. Sobald die Tischbombe geplatzt ist, liegen überall Spielereien und Kleinteile. So lustig dies für Katzen sein kann, achten Sie darauf, dass die neugierigen Stubentiger nichts verschlucken.

Zum Wohle der Katze

Auch wenn an Weihnachten und Silvester einige Gefahren für unsere Katzen lauern, so gilt wie immer: Gesunder Menschenverstand! Seien Sie achtsam und denken Sie daran, dass Sie auch während dieser besonderen Jahreszeit Katzenbesitzer sind und Ihre Katze Sie wahrscheinlich dann erst recht, so richtig braucht. Viele Tipps finden Sie im Internet oder melden Sie sich direkt bei mir. Unter Berücksichtigung dieser Hinweise, sollte zu einem zufriedenen Jahresende für Katz und Mensch nichts mehr im Wege stehen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren feinfühligen Fellnasen eine besinnliche Adventszeit, einen möglichst stressfreien und erholsamen Jahreswechsel und alles Liebe fürs neue Jahr!

PS. Achtung bei Frostschutzmittel!

Der süsse Geschmack von Ethylengykol in Frostschutzmitteln ist für Katzen besonders anziehend. Nur eine sehr geringe Menge kann zu schweren Krankheiten oder zum Tod führen. Achten Sie unbedingt darauf, das Feliden nicht versehentlich davon erwischen.

Lesen Sie die traurige Geschichte von vier Katzenkindern: https://www.instagram.com/susy_utzinger_stiftung/?hl=de


Das Kratzmarkieren der Katze

Viele Katzenbesitzer gehen beim Kratzmarkieren der Katze davon aus, dass die Katze mit diesem Verhalten die Krallen wetzt. Allerdings ist dies nur ein Nebeneffekt und tatsächlich verbergen sich einige andere Gründe, hinter dem Kratzmarkieren.

Für Katzenhalter mühsam und nervig – für die Katze essenziell

Das Kratzverhalten der Katze ist ein wichtiges Kommunikationsverhalten. Kratzmarkierstellen werden über die Talgdrüsen der Pfotenballen mit wichtigen Duftbotschaften versehen. Wir Menschen nehmen den Duft nicht wahr, Katzen allerdings, möchten ihren Artgenossen mit dem Verhalten essenzielle Botschaften hinterlassen. Solange die Katze sich Stellen in den eigenen vier Wänden sucht, die für die kleinen Kratzlöwen bestimmt sind, akzeptieren viele Katzenhalter das Verhalten der Katze. Sobald jedoch Möbel, Tapeten oder sogar Menschen die Zielscheibe des Kratzmarkieren werden, kippt die Stimmung schnell und überfordert damit Katze und Mensch zugleich. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass Menschen das Kratzverhalten richtig verstehen.

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Die verschiedenen Facetten des Kratzmarkieren

Ob als Komfortverhalten, im Kampf oder als Imponiergeste – Kratzmarkieren hat viele verschiedene Bedeutungen und für Katzenbesitzer ist es wichtig, die jeweiligen Situation in denen Katzen markieren zu deuten und zuzuordnen.

Das Komfortverhalten

Zu den bevorzugten Kratzstellen von Katzen in der freien Natur gehören oftmals Bäume. Die Hornhaut wird abgewetzt und der Baumstamm mit Kratzspuren versehen. In der sichtbaren Kratzstelle sind häufig auch die Überreste der Kralle zu finden. Die Gestik sehen wir wiederholt auch nach dem Aufstehen: Die Katze streckt ihr Hinterteil nach oben und geht dabei mit den Vorderpfoten möglichst weit nach vorne. Dabei werden die Pfoten gespreizt und die Krallen gezeigt. Ob von Menschen angebotene waagrechte oder senkrechte Kratzstellen spielt keine Rolle. Im besten Fall haben Katzen beide Möglichkeiten zur Verfügung, um sich je nach Situation die für sie besser geeignete Stelle zu nutzen.

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Die Kampfansage

Zu den wohl spannendsten physiologischen Besonderheiten der Katze gehört die “Ohrfeige”. Als einzige Haustierart können Katzen ihre Pfotenballen aneinanderschlagen und somit Ohrfeigen austeilen. Natürlich ist die Bewegung für das ursprüngliche Wesen der Katze von wichtiger Bedeutung: Das Beutetier kann dadurch gefangen und zugleich mit dem Tötungsbiss vernichtet werden.

Ausserdem kann die Katze entscheiden, ob sie ihre Krallen ausfahren möchte oder nicht. Somit kann die “Ohrfeige” als klare Kampfansage mit ihren Waffen erfolgen und zu ernsthaften Verletzungen führen oder es erfolgt die sanfte “Ohrfeige” in dem die Katze die Krallen nicht ausfährt und sie ihr Gegenüber tätschelt. In der Regel fordert die Katze damit ihren Sozialpartner dazu auf, mit der aktuellen Handlung aufzuhören.

Die Imponiergeste

Der bekannte Katzenforscher Paul Leyhausen bezeichnet die Imponiergeste auch als Trotzgeste. Paul Leyhausen hat beobachtet, dass Katzen nach einem verlorenen Kampf mit ihren Krallen kratzen, um so ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubessern. Manchmal sieht man auch wie Feliden Harn markieren oder sich schütteln, was wohl unter “Niederlage abschütteln” zu verstehen ist.

Jungkatzen müssen noch viel lernen, wodurch die Imponiergeste öfter zu sehen ist. Kitten lernen noch mit ihrer Frustration umzugehen und suchen daher eine beliebte Ersatzhandlung. Manchmal sieht man auch, wie die geliebten Schnurrer uns während des Kratzmarkieren ansehen. Auch dies gehörte zu den klassischen Imponiergesten, um ihre Waffen zu zeigen und das Selbstwertgefühl aufzupolieren.

Verkratzte Möbel statt Kratzmöbel

Feliden benötigen zwingend Kratzstellen. Wenn ihnen diese nicht zur Verfügung gestellt werden, suchen sie sich ihre eigenen, für sie geeigneten Stellen. Freigänger Katzen können und werden sicherlich ihr Kratzverhalten zusätzlich in der freien Natur zeigen. Trotzedem benötigen auch sie geeignete Möglichkeiten im Haus oder in der Wohnung. Für Wohnungskatzen sind mehrere verschiedene Kratzmöglichkeiten zwingend notwendig.

Geeignete Kratzstellen
Geeignete Kratzorte

Sollte die Katze nach wie vor die für uns Menschen unpassenden Stellen bevorzugen, helfen individuell angepasste verhaltenstherapeutische Massnahmen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Foto: Svetlana Rey / canva.com

Wenn die kleinen Stubentiger ihre Erfahrungen sammeln

Bekannt für kaputte Vorhänge, Stühle und Kleider sind vor allem die Endergebnisse von jungen Katzen. Dieses Verhalten ist völlig normal, da junge Katzen alles spannend finden und ihre Erfahrungen sammeln möchten. Mit dieser Auswirkung bei der Anschaffung von jungen Katzen sollten sich die Katzenmamis und Katzenpapis bewusst sein und das entsprechende Verständnis entgegenbringen. Auch wenn die Lieblingsvorhänge- und möbel für einen bestimmten Zeitraum versorgt werden können und sollten, so wird sich die Entdeckungstour und die damit verbundenen Verluste nicht komplett eliminieren können.

Meine Katze kratzt nicht

Was in im ersten Augenblick für Katzenbesitzer positiv erscheint, ist in Wirklichkeit eine problematische Angelegenheit: Katzen die gar nicht kratzen. Das Kratzmarkieren ist eine normale Verhaltensweise jeder Katze. Feliden, die kein Kratzverhalten zeigen, sind zurückhaltend, schüchtern und leiden unter Verhaltensproblemen. Oftmals möchten sie unbemerkt bleiben und zeigen daher kein Kratzmarkieren. Auch physische Probleme können Ursachen sein und daher ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich.


Quelle: canva

Katzenschärfe – Wie gut sehen Feliden wirklich?

Die Augen einer Katze gehören zu den bedeutesten Sinnesorganen. Der Sehsinn von unseren geliebten Samtpfoten ist bedeutend besser als der von Menschen. Die Form der Pupille ist bei hellem Licheinfall schlitzförmig und senkrecht. Bei schlechter Beleuchtung weiten sich die Pupillen kreisförmig aus, um mehr Licht zu nutzen. Die bekannte Nickhaut oder auch das dritte Auge einer Katze, hat die Aufgabe, die Hornhaut des Auges mit Tränenflüssigkeit zu versorgen. Das ist die Erklärung, warum Katzen nicht blinzeln müssen. Ausserdem schützt das dritte Augenlied vor Fremdkörpern.

Quelle: Rowaa Taha von Pexels

Bei Tageslicht sieht ein Katzenauge interessanterweise ungefähr in der gleichen Auflösung wie das Menschenauge. Da Katzen bei Dämmerung sehr aktiv sind und nach Beutetieren Ausschau halten, sind die Augen auf das Abendlicht perfekt abgestimmt. Im Halbdunkel sehen Katzen ein vielfaches besser im Vergleich zu Menschen.

Der Blick der Katze ist nach vorn gerichtet, wodurch Bilder von zwei Perspektiven aufgenommen werden und im Gehirn zu einem Einzelbild zusammengefügt werden. Dies ermöglicht den Fellnasen ein räumliches Sehvermögen und dadurch die Fähigkeit, die Beute beim Jagen punktgenau zu erwischen. Spannend ist, das sich die Augen der Katzen selbst kaum bewegen können und sie daher beim umherschauen den ganzen Kopf drehen müssen.

Bei vollständiger Dunkelheit sieht jedoch auch eine Katze nichts. Im Gegensatz zu uns Menschen ist sie allerdings nicht komplett aufgeschmissen: Dank ihrem ausgezeichneten Geruchs-, Gehör- und Tastsinn verliert die Katze ihre Orientierung nicht.

Bekanntes reflektierendes Katzenauge

Was ist der Grund warum wir oft vom “Katzenauge” sprechen, wenn es beispielsweise umd die reflektierenden Lichter im Fahrrad Rad geht? Wie so oft werden solche Ausdrücke abgeleitet: Katzenaugen besitzen eine Reflexionsschicht, die das Licht auf die Netzhautzellen zurückwirft. Diese Schicht wird im Fachjargon “tapetum lucidum” genannt und unterstützt die Sehstärke der Katze bei Dämmerungslicht. Dies führt dazu, dass die Katzenaugen je nach Lichteinfall scheinen, bzw. “reflektieren”. Folglich ist daraus der Begriff des Katzenauges abgleitet worden, welches wir heute als oranges oder weisses Licht im Fahrrad Rad kennen.

Schwarz-weiss vs. Farben

Früher ist man davon ausgegangen das Katzen keine Farben sehen können. Mittlerweile steht fest und ist duch verschiedene Verhaltensexperimente bestätigt: Katzen sehen Farben und können diese sogar unterscheiden. Die Farben Blau, Gelb und Grün sehen Katzen gut und können sie auch unterscheiden. Nach wie vor umstritten sind Rottöne. Viele Berichte die ich gelesen habe, weisen darauf hin das Tiere rote Farben nicht erkennen können. Die renommierte Katzenverhaltensforscherin, Dr. Mircea Pfleiderer, schrieb in ihrem Buch “Katzenverhalten”: “Es wird behauptet, dass Katzen und Hunde nur zwei statt der bei uns Menschen vorkommenden drei Zäpfchenformen haben. Dies würde bedeuten, dass sie langwelligeres Licht (Orange-Rot-Bereich) nicht sehen können. Allerdings haben voneinander unabhängige Versuche ganz verschiedenen Ansatzes wiederholt gezeigt, dass Katzen sehr stark (und positiv) auf rote Farben reagieren und dass sie diese auch als Pastellton erkennen.”

Und dies zeigt wieder einmal wie nicht nur Erkenntnisse im Katzenverhalten, sondern auch die Katzen-Biologie teilweise noch in den Kinderschuhen steckt. Die letzten Jahre haben viele neue Forschungsergebnisse gebracht und ich bin mir sicher, dass uns das geheime Wesen der Katze noch viele spannende “Aha – Effekte” in den kommenden Jahren bringen wird.


Es ist längst kein Geheimnis mehr – Katzen trinken in der Regel zu wenig. Um Folgeschäden zu vermeiden, muss das Trinkverhalten der Katze beobachtet werden.

Warum Katzen schlechte Trinker sind

Unsere heutigen Hauskatzen stammen von der afrikanischen Falbkatze ab. Die Falbkatze deckt ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich mit dem Verzehr der Beutetiere, die bis zu 80% aus Wasser bestehen. Der Lebensraum der Stammmutter liegt in trockenen Regionen, wo Wasserstellen sehr karg sind. Obwohl Hauskatzen heutzutage durch die Domestikation mehrheitlich gut an Wasserquellen gelangen, hat sich dieses Verhalten in der Evolution kaum geändert. Obwohl die Wüstenbewohner mit wenig Wasser zurechtkommen, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme für Feliden wichtig.

Wie animiere ich meine Katze zum trinken?

Katzen haben die Begabung, Flüssigkeitsverluste von bis zu 20% ihres eigenen Körpergewichts aufzufangen und so ihren Harn sehr stark zu konzentrieren. Dies ermöglicht ihnen bei Unverzichtbarkeit Körperflüssigkeit einzusparen. Obwohl der Organismus der Katze auf solche Notfälle abgestimmt ist, sollte wenn immer möglich, der Flüssigkeitsbedarf gedeckt sein.

Katzen bevorzugen Trinkstellen, welche nicht direkt neben dem Futternapf stehen. Dies hat ebenfalls ursprüngliche Gründe: Welche Falbkatze findet ihre Beute denn schon direkt neben der Wasserquelle? Aus diesem Grund sollten immer mehrere verschiedene Trinkgelegenheiten in räumlicher Entfernung zu den Futternäpfen verteit werden.

Die Art der Trinkgelegenheit ist abhängig von der jeweiligen Vorliebe der Fellnase. Es gibt einerseits die Möglichkeit stillstehendes Wasser direkt aus dem Napf oder anderseits fliessendes Wasser, beispielsweise in Form eines Trinkbrunnens. Häufig suchen sich unsere Samtpfoten ihre eigenen bevorzugten Wasserstellen, wie etwa Giesskannen (unbedingt Aufpassen, dass nie Dünger im Wasser enthalten ist!), Blumentöpfe, laufende Wasserhähne oder gelegntlich das Trinkglas der Menschen. Auch in Bezug auf abgestandenes oder frisches Wasser geniesst jede Katze ihre eigenen Geschmack. Da Katzen über den Tag verteilt mehrmals kleine Mengen trinken, sollten die Wasserstellen unbedingt regelmässig gereinigt werden, um Bakterien und fauligen Gerüchen vorzubeugen. Katzen welche Wasser im Freien bevorzugen, haben verschiedene Möglichkeiten wie Brunnen, Teiche, Blumentöpfe oder Pfützen.

Alles in allem gibt es unzählige verschiedene Varianten unsere geliebten Samtpfoten zum Trinken zu animieren. Zu beachten sind dabei die individuellen Vorlieben des Schnurrers sowie möglichst viel Spass!

Wie viel meine Katze täglich trinken muss, damit ihr Flüssigkeitsbedarf gedeckt ist

Der Bedarf an Flüssigkeit ergibt sich aus den Wasserverlusten über Kot, Harn und Atemluft ergibt. Auch Faktoren wie die Aussentemperatur / Jahreszeit, das Gewicht, Alter und Aktivitätslevel nehmen darauf Einfluss. Pauschal lässt sich jedoch sagen, dass eine Katze rund 50ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen sollte. Wiegt die Katze beispielsweise 4kg, sollte sie optimalerweise 200ml Wasser täglich aufnehmen.

Frisst eine Katze Nassfutter mit einem Wassergehalt von mind. 80%, kann sie ihren Flüssigkeitshaushalt vollständig abdecken. Bei Trockennahrung ist es unumgänglich, dass Katzen zusätzlich Wasser trinken, um den Flüssigkeitsbedarf abzudecken.

Welche Bedeutung hat ein übermässiges Trinkverhalten meiner Katze?

Obwohl es Vorteile hat, wenn Katzen viel, selbständig und gerne trinken, so kann ein übermässiger Durst auch auf eine Krankheit hinweisen. Zu den wohl häufigsten Ursachen bei auffälligem Trinkverhalten gehören Nierenerkrankungen oder Diabetes. Die Gründe können jedoch auch aufgrund von Leberproblemen, Fieber, Stress und Schmerzen, Durchfall, Harnwegsentzündungen oder Vergiftungen kommen.

In solchen Fällen ist es absolut wichtig, sofort einen Tierarzt aufzusuchen. Je nach Ursache gilt keine Zeit zu verlieren.

Physik-Trick: So funktioniert das Trinken

Feliden besitzen an ihrer Zunge viele sogenannte Fadenpapillen. Diese nach hinten gerichteten Hornzäpfchen machen die Zunge so rau und Wassertropfen bleiben optimal daran hängen.

Forscher der Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston haben herausgefunden, dass die Katze die Trägheit der Flüssigkeit für sich nutzt, um anhand der Schwerkraft die Flüssigkeit in ihr Maul zu ziehen. Die Zunge berührt die Oberfläche des Wassers nur kurz, bevor die Katze die Zunge sofort zurück nach oben zieht. Durch diesen physikalischen Vorgang bildet sich eine Wassersäule zwischen Zunge und Wasseroberfläche. Bevor sich die Säule wieder zurückbildet, beisst die Katze ein Stück der Wassersäule ab und befördert es somit in ihr Mäulchen.

Mehr erfahren:

https://www.youtube.com/watch?v=UWCKjS9PwVs

Wenn die Nachtruhe durch das Miauen von Katzen gestört wird.

Schlaflose Nächte durch Katzengejammer – auch wenn Katzenfreunde nur das Beste für ihre Lieblinge wollen, spätestens bei der nächtlichen Ruhestörung wird man zum temporären Katzenfeind. Denn über längere Zeit zerrt dieses unerwünschte Verhalten ganz schön an Herrchen und Frauchens Nerven.

Lassen wir die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack: Katzen sind nachtaktiv und möchten daher spätestens wenn Katzenbesitzer ins Bett gehen, von ihren Zweibeinern beschäftigt werden. Während Freigänger sich draussen austoben können, haben Wohnungskatzen weniger Möglichkeiten, ihre überschüssige Energie abzubauen. Und bevor die bekannten “5 Minuten” im Bett stattfinden, entscheiden viele Katzenbesitzer, dass die geliebten Vierbeiner nicht mit ins Schlafzimmer dürfen. Die Strafe folgt jedoch ziemlich schnell – die Katze setzt sich vor die Schlafzimmertüre, miaut herzzerreissend und kratzt an der Türe. Und eines steht fest – Katzen haben in solchen Momennten viel Zeit und Geduld. So schnell geben sie nicht auf und damit ist die Schlafphase des Menschen endgültig beendet.

Katzen kommunizieren unter anderem durch das Miauen mit uns. Oftmals stelle ich fest, dass die Miau-Rufe der Katzen von den Besitzern falsch gedeutet werden. Trotz individuellen Angewohnheiten und Bedürfnissen steckt häufig dieselbe Motivation hinter dem nächtlichen Radau: Langeweile, Hunger, Spiellust, Gewohnheit, Stress oder Verunsicherung. In seltenen Fällen können es auch krankheitsbedingte Ursachen haben.

Wie bringe ich meine Katze zum Schweigen?

Aufgrund der individuellen Bedürfnisse kann ich hierzu leider keine Pauschalantwort geben. Die Anreize müssen vom Besitzer mit viel Empathievermögen und Geduld eruiert werden. Ein paar wertvolle Tipps gebe ich hier gerne weiter:

Sollte sich das unerwünschte Verhalten ihrer Katze nicht verbessern und Sie haben das Gefühl bereits alles ausprobiert zu haben, gibt es nur noch die Möglichkeit sich professionelle Hilfe zur Seite zu holen.


Die meisten Katzenbesitzer haben bereits von der besonderen Gabe gehört: Fallen Katzen in der Rückenlage, so drehen sie sich während dem freien Fall in die Bauchlage zurück. Doch wie funktioniert das?

Katzen haben neun Leben

Katzen haben ein sehr gutes Gleichgewichtsorgan. Wenn Katzen stürtzen, drehen sie sich im freien Fall instinktiv zuerst mit dem Kopf, anschliessend mit dem Vorderkörper und schlussendlich mit dem Hinterkörper zurück in die Bauchlage.

Zusätzlich wenden die Feliden eine besondere Technik an, in dem sie während der Drehung ihren Rücken durchbiegen. Durch den dadurch leicht seitwärts gestreckten Vorderkörper wird die Aufprallkraft abgefangen und in Bewegung umgeleitet. Die Beine agieren wie Stossdämpfer.

Dieser Instinktbewegung haben die Fellnasen den Ruf zu verdanken, dass sie neun Leben haben. Der Reflex ist angeboren und bereits Kitten im Alter von 6 Wochen zeigen eine sichere Drehbewegung.

Stellreflex
Quelle:physiologie.cc/XV.4.htm

Je höher der Fall, desto schlimmer die Verletzung?

Mittlerweile gibt es verschiedene tierärztliche Studien, welche Katzen, die aus der Höhe gestürtzt sind, untersucht und ausgewertet haben.

Tatsächlich ergaben die Studien, dass es in der Regel weniger schlimme Verletzungen ab dem 7. Stockwerk gibt als in den tieferen Stockwerken. Wissenschaftler haben dies untersucht und glauben, dass dies mit der Geschwindigkeit zu tun hat. Sobald die Katze die Endgeschwindigkeit erreicht hat, spreizt sie ihre Pfoten waagrecht in die sogenannte Fallschirm-Technik aus. Die Fallschirm-Technik kennen wir übrigens auch von anderen Tieren, wie beispielsweise das Eichhörnchen.

Eine weitere Technik – die Bauchlandung

Neben der Fallschirm-Technik haben Forscher herausgefunden, dass Katzen eine weitere Technik anwenden, um ihre Überlebenschancen aus dem freien Fall zu erhöhen: Möglicherweise entscheiden sich Katzen dazu, direkt auf dem Bauch zu landen und so ihre Pfoten zu schützen. Die Aufprallkraft kann dadruch auf den ganzen Körper verteilt werden.

Tierärztliche Untersuchung ist ein absolutes Muss

Auch wenn die beliebten Fellnasen wahre Überlebenskünstler sind, können sie durch den Aufprall schwer verletzt werden. Der Weg zum Tierarzt ist somit unumgänglich! Typische Verletzungen sind bei Unfällen aus der Höhe Knochenbrüche, gestauchte Pfoten, Hirnerschütterungen, verschiedene Zahnverletzungen oder auch innere Verletzungen.

Die Katze als Teufel

Im alten Ägypten wurden Katzen als göttliche Wesen angesehen. Genau die Eigenschaften, durch die Katzen von den Ägyptern verehrt und vergöttert wurden, wurden den Feliden in der Hexenzeit zum Verhängnis. Nicht nur die leuchtenden Augen der Schnurrer, sondern auch die Droh- und Kampfansagen von Katern wurden als “teuflisch” bezeichnet. Die Hexenzeit war geboren und damit auch die Macht der christlichen Kirche. Die Katzen hatten leider das Pech, in der Bibel kaum erwähnt zu sein. Im Alten Testament findet man die Katze in negativem Zusammenhang: Die Göttin Freya mit ihren Wildkatzen. Und so kam der üble Ruf von Frau und Katze, die wir heute in verschiedenen Darstellungen einer Hexe mit Katze auf der Schulter kennen. Der Aberglaube der Kirche kostete über 9 Millionen Menschen das Leben. Auch Katzen wurden vom Schicksal getroffen: Durch den Stellreflex und die damit hohen Überlebenschancen galten Katzen als gefährliche Höllenwesen. Millionen von Katzen wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder von hohen Türmen geworfen, um sie zu töten.

Göttin Freya
Quelle:https://kameskram.jimdo.com

Die Vögel zwitschern, die Insekten bestäuben Pflanzen und die ersten Blumen zeigen sich in ihrer Farbpracht. Der Frühling beginnt und damit auch der Haarwechsel bei unseren geliebten Katzen. Aber was kann ich tun, um den Fellwechsel von meinen Samtpfoten zu unterstützen?

Allgemeines zum Katzenfell

So unterstützen Sie Ihre Katze während des Fellwechsels

Bürsten

Durch regelmässiges Bürsten unterstützen Sie die Fellpflege und können bereit lose Haare endgültig verschwinden lassen. Katzen verschlucken viele Haare beim Putzen, deshalb ist regelmässiges Ausbürsten unerlässlich, damit sich keine Haarballen im Magen bilden können. Mit dem Kämmen unterstützen Sie folglich die Gesundheit Ihres Schnurrers. Ausserdem erhalten Katzen dadurch ein glänzendes Fell und es fördert die Durchblutung. Sobald Sie die Katze an das Bürsten gewöhnt haben, kommt es der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Samtpfote zugute. Viele Katzen geniessen die Streicheleinheiten mit der Bürste. Und als positiven Nebeneffekt: Die Haare sammeln sich in der Bürste statt in Ihrem zu Hause.

Was gilt es zu beachten: Gewöhnen Sie Ihre Katze an das Bürsten. Wenn Sie es verweigert, beginnen Sie zuerst mit einem Fellpflege Handschuh für Katzen. Beginnen Sie die Pflege mit der Bürste erst einmal an den Lieblingskraulstellen Ihrer Katze und streicheln Sie sie nebenbei. Bürsten Sie Ihre Katze nie gegen den Strich.

Nahrung

Eine ausgewogene, nährstoffreiche und gesunde Ernährung ist für unsere Samtpfoten gerade während des Fellwechsels wichtig. Die Kombination mit Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen unterstützt das Wachstum der Haare und stärkt das Fell.

Öl fördert den Prozess

Ungesättigte Fettsäuren sind eine gute Möglichkeit während des Fellwechsels zusätzlich unters Futter zu mischen. Gut geeignet sind zum Beispiel Lein-, Lachs- oder Olivenöl.

Diese Öle helfen die verschluckten Haare auszuscheiden und versorgen die Haut mit ungesättigten Fettsäuren. Ausserdem kurbeln diese Produkte das Haarwachstum an.

Wichtiger Hinweis: Nicht zu viel geben, da es sonst abführend wirken kann.

Katzengras

Katzengras ist eine natürliche Hilfe, die Katzen gerne fressen und es ihnen dabei hilft, die Haarballen wieder hinauszuschaffen.


Der asiatische Strauch regt Katzen zur langen Beschäftigung an.

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  • 100%-natürlich
  • ohne schädliche Nebenwirkungen

Hinweis: Katzen können intensiv auf die Wirkung von Matatabi reagieren. Daher nur unter Beobachtung anbieten!