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Faszinierende Katzenaugen

Von: Anna-Salome Cadonau-Dubler | 14. November 2022

Quelle: canva

Katzenschärfe – Wie gut sehen Feliden wirklich?

Die Augen einer Katze gehören zu den bedeutesten Sinnesorganen. Der Sehsinn von unseren geliebten Samtpfoten ist bedeutend besser als der von Menschen. Die Form der Pupille ist bei hellem Licheinfall schlitzförmig und senkrecht. Bei schlechter Beleuchtung weiten sich die Pupillen kreisförmig aus, um mehr Licht zu nutzen. Die bekannte Nickhaut oder auch das dritte Auge einer Katze, hat die Aufgabe, die Hornhaut des Auges mit Tränenflüssigkeit zu versorgen. Das ist die Erklärung, warum Katzen nicht blinzeln müssen. Ausserdem schützt das dritte Augenlied vor Fremdkörpern.

Quelle: Rowaa Taha von Pexels

Bei Tageslicht sieht ein Katzenauge interessanterweise ungefähr in der gleichen Auflösung wie das Menschenauge. Da Katzen bei Dämmerung sehr aktiv sind und nach Beutetieren Ausschau halten, sind die Augen auf das Abendlicht perfekt abgestimmt. Im Halbdunkel sehen Katzen ein vielfaches besser im Vergleich zu Menschen.

Der Blick der Katze ist nach vorn gerichtet, wodurch Bilder von zwei Perspektiven aufgenommen werden und im Gehirn zu einem Einzelbild zusammengefügt werden. Dies ermöglicht den Fellnasen ein räumliches Sehvermögen und dadurch die Fähigkeit, die Beute beim Jagen punktgenau zu erwischen. Spannend ist, das sich die Augen der Katzen selbst kaum bewegen können und sie daher beim umherschauen den ganzen Kopf drehen müssen.

Bei vollständiger Dunkelheit sieht jedoch auch eine Katze nichts. Im Gegensatz zu uns Menschen ist sie allerdings nicht komplett aufgeschmissen: Dank ihrem ausgezeichneten Geruchs-, Gehör- und Tastsinn verliert die Katze ihre Orientierung nicht.

Bekanntes reflektierendes Katzenauge

Was ist der Grund warum wir oft vom “Katzenauge” sprechen, wenn es beispielsweise umd die reflektierenden Lichter im Fahrrad Rad geht? Wie so oft werden solche Ausdrücke abgeleitet: Katzenaugen besitzen eine Reflexionsschicht, die das Licht auf die Netzhautzellen zurückwirft. Diese Schicht wird im Fachjargon “tapetum lucidum” genannt und unterstützt die Sehstärke der Katze bei Dämmerungslicht. Dies führt dazu, dass die Katzenaugen je nach Lichteinfall scheinen, bzw. “reflektieren”. Folglich ist daraus der Begriff des Katzenauges abgleitet worden, welches wir heute als oranges oder weisses Licht im Fahrrad Rad kennen.

Schwarz-weiss vs. Farben

Früher ist man davon ausgegangen das Katzen keine Farben sehen können. Mittlerweile steht fest und ist duch verschiedene Verhaltensexperimente bestätigt: Katzen sehen Farben und können diese sogar unterscheiden. Die Farben Blau, Gelb und Grün sehen Katzen gut und können sie auch unterscheiden. Nach wie vor umstritten sind Rottöne. Viele Berichte die ich gelesen habe, weisen darauf hin das Tiere rote Farben nicht erkennen können. Die renommierte Katzenverhaltensforscherin, Dr. Mircea Pfleiderer, schrieb in ihrem Buch “Katzenverhalten”: “Es wird behauptet, dass Katzen und Hunde nur zwei statt der bei uns Menschen vorkommenden drei Zäpfchenformen haben. Dies würde bedeuten, dass sie langwelligeres Licht (Orange-Rot-Bereich) nicht sehen können. Allerdings haben voneinander unabhängige Versuche ganz verschiedenen Ansatzes wiederholt gezeigt, dass Katzen sehr stark (und positiv) auf rote Farben reagieren und dass sie diese auch als Pastellton erkennen.”

Und dies zeigt wieder einmal wie nicht nur Erkenntnisse im Katzenverhalten, sondern auch die Katzen-Biologie teilweise noch in den Kinderschuhen steckt. Die letzten Jahre haben viele neue Forschungsergebnisse gebracht und ich bin mir sicher, dass uns das geheime Wesen der Katze noch viele spannende “Aha – Effekte” in den kommenden Jahren bringen wird.


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